Die spannende Evolution von Pfeilgiftfröschen

In Südamerika leben Pfeilgiftfrösche die morphiumähnliche Toxine produzieren, um sich vor Fressfeinden zu schützen. Das Gift mit dem Namen Epibatidin blockiert die Erregungsübertragung des Transmitters Acetylcholin am Muskel. Es reicht in seiner Konzentration aus um einen Wasserbüffel zu töten.


Beide Moleküle sind in der Lage am Rezeptor des Acetylcholins zu binden. WissenschaftlerInnen der Universität Texas haben nun die DNA dieser Froschart sequenziert und herausgefunden, dass der Acetylcholinrezeptor im Pfeilgiftfrosch eine Mutation an der Erkennungsstelle des Rezeptors aufweist. Epibatidin kann nicht mehr an den Rezeptor binden im Gegensatz zum Acetylcholin.
Den Artikel mit beeindruckenden Bildern der farbenfrohen Frösche gibt es hier im National Geographic zum Nachlesen.

Die mathematische Schönheit von Schneeflocken

Es ist wieder soweit. In München schneit es und das ist ein Anlass für mich diesen Artikel über die Schönheit und Symmetrie von Schneeflocken zu teilen.
Viel Spass damit.

Das Internet der Tiere. Wie Ziegen bei Prognosen von Vulkanausbrüchen helfen.

Am MPI für Ornithologie werden Ziegen, am Fuße des italienischen Vulkans Ätna, mit Miniatursendern ausgestattet um Effekte zwischen einem veränderten Weideverhalten der Tiere und der seismischen Aktivität des Vulkans zu untersuchen

Das Projekt erhält jetzt Unterstützung durch das internationale Forschungsprojekt ICARUS.
Es handelt sich dabei um eine globale Kooperation von WissenschaftlerInnen des DLR, des MPI für Ornithologie und der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos. Mit Hilfe von Satelliten wird das Wanderungsverhalten von Kleintieren aus dem Weltraum beobachtet und analysiert.
Die Datenerhebung dient den ForscherInnen nicht nur um Erkenntnisse bei Umweltveränderungen bzw. Naturkatastrophen zu gewinnen sondern auch um Aussagen über die Ausbreitungen von Infektionskrankheiten machen zu können.

Ein elektrisches Pflaster beschleunigt Wundheilung

Amerikanische Wissenschaftler haben eine Wundheilungsmethode entwickelt bei der Sie ein elektrisches Feld mit Hilfe eines Nanogenerators auf einer Verletzung generiert haben. Die so behandelten Wunden heilten innerhalb von 3 Tagen, wohingegen ähnliche Verletzungen bei Kontrollen 12 Tagen Heilungszeit benötigten.

Polar bear in symmetrie

Norbert Rosing gelang dieses Bild eines Eisbären im Jahr 2016. Enjoy 🙂

Die Gaußsche Summenformel

Welche elegante, mathematische Methode gibt es, die Zahlen von 1 bis 100 zu addieren und wie lautet die Lösung, die der junge Carl Friedrich Gauß wohl schon als Kind in der Schule lösen konnte?

Viel Spaß beim Knobeln!

Let us talk about Ethics of Algorithms

Im September 2017 entstand eine hitzige Debatte darüber ob ein Algorithmus die sexuelle Neigung eines Menschen anhand seines Gesichtes berechnen kann. Ein Team um den Forscher Michael Kosinski hatte diese Forschungshypothese aufgestellt und mit Hilfe einer eigenen Software und einem Big Data Set an Bildern untersucht. Die Studie wurde 2018 falsifiziert, weil der verwendete Lernalgorithmus sich in seinen Berechnungen auf kulturell bedingte Parameter wie Make up und Gesichtsbehaarung bezog und nicht auf die Physiognomie, dem Fachgebiet der Wissenschaftler an der Stanford University.
In wie weit man das sexuelle Interesse nun am Gesicht bzw. an der Kopfform ablesen kann ist sicher einen weiteren Beitrag wert. Ich möchte mit diesem Beitrag das Interesse für das Thema Big data wecken und die damit verbundene Diskussion über die Ethik von Algorithmen.
Die Bertelsmann Stiftung hat sich diesem Thema angenommen und einen sehr lesenswerten Blog erstellt.

Bayern goes for honey bees :)

In der aktuellen Ausgabe des National Geographics haben Tierfotografen Honigbienen ganz nah vor die Fotolinse gebracht.
Enjoy 🙂